A future for lagging regions

Modellvorhaben der Raumordnung startet

Umsetzung der Territorialen Agenda 2030 – Pilotaktion A future for lagging regions – Landkreis Görlitz

Das Modellvorhaben im Rahmen der Pilotaktion „A future for lagging regions“ bezieht sich auf einen dispers strukturierten, ländlich geprägten Raum und bearbeitet Fragen der Daseinsvorsorge, des innerkommunalen Zusammenhalts und der interkommunalen Kooperation, der Lebensqualität und der Erreichbarkeit im Kontext der Stabilisierung ländlicher Räume. Über die Anknüpfung an Grundlagen und Fragestellungen, die in früheren Modellvorhaben gelegt und aufgeworfen wurden, wird die Rolle und die Funktionen von Ankerpunkten im ländlichen Raum in kooperativ und partizipativ angelegten Prozessen neu beleuchtet, und es werden Handlungsmodelle und Herangehensweisen erprobt, die zur Aktivierung der Strukturen des lokalen Engagements und des lokalen Zusammenhalts führen.

In der Modellregion Görlitz werden Herausforderungen der Daseinsvorsorge wie Mobilität, Versorgung, Erreichbarkeit und Landlogistik über einen strukturierten Dialog mit den relevanten Gemeindeakteuren adressiert. Identifizierte Prioritäten werden über kooperative Prozesse angeschoben. Eine Kompetenzstelle des Landratsamtes wird institutionalisiert, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit langfristig zu unterstützen. Mittels eines europäischen Austauschs werden regionale Ansätze reflektiert und transferiert.

Der Zweck des Vorhabens ist (1) die praxisgeleitete Entwicklung und institutionalisierte Unterstützung von kooperativen und partizipativen Handlungsansätzen zur Sicherung der Daseinsvorsorge und zur Steigerung der Lebensqualität im ländlich geprägten Raum des Landkreises Görlitz, (2) durch die aktive Beteiligung und Mitwirkung am europäischen Erfahrungsaustausch regionale Ansätze zu reflektieren und zu transferieren und (3) Handlungsoptionen für die Einbindung der Regionalstrategien in Regional- und Fachplanungen und Konzepte abzuleiten. Um die Handlungsansätze direkt auf der lokalen Ebene zu entwickeln und zu erproben, werden die Gemeinde Boxberg/0.L. mit seinen Ortsteilen und umliegende Kommunen als Pilotregion einbezogen und bei ihren aktuellen Herausforderungen, insbesondere in den eigens definierten Bereichen (E)-Mobilität, lokale Wirtschaft, Tourismus und Kultur, Natur und Umwelt, Vernetzung und Daseinsvorsorge, sowie Zusammenwachsen der Gemeinde mit ihren 18 Ortsteilen, unterstützt. Dazu erfolgt ein strukturierter Dialog mit Akteuren in der Gemeinde zur Auswahl prioritärer Themen und Projekte sowie eine vertiefte Akteursanalyse entsprechend der Themen- und Projektauswahl. Zielgruppen der Aktivitäten sind in erster Linie Kommunen, Bürger*innen und die Zivilgesellschaft, einbezogen werden nach Bedarf Planungsbehörden der Raum- und Fachplanung auf Landes- und Regionalebene, Verkehrsverbünde, Unternehmen sowie weitere Institutionen und Verbände.

Die Pilotaktion „A future for lagging regions“ umfasst sechs Partnerregionen aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Portugal und wurde durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) initiiert. Die fachliche und administrative Umsetzung liegt beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Mit der wissenschaftlichen Begleitforschung (Forschungsassistenz) ist der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung in Berlin sowie das Institut INFRASTRUKTUR & UMWELT Professor Böhm und Partner aus Potsdam betraut.

Logo - TA lagging regions


Ereignisse:

14.01.2022

Mobilitätstraining Praxis & Theorie

Das diesjährige Mobilitätstraining Praxis und Mobilitätstraining Theorie in Zusammenarbeit mit Volkshochschule Dreiländereck, Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e.V. (LSKS), dem Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien und dem Landkreis Görlitz wird am 11.5. und 14.5. in der Gemeinde Boxberg/O.L. stattfinden. mehr...


20.12.2021

kreisweites Netzwerk soll aufgebaut werden

In der Modellregion Görlitz soll im Rahmen der Umsetzung der Territorialen Agenda ein kreisweites Netzwerk von interdisziplinären, regionalen und lokalen Akteuren aufgebaut werden, um Herausforderungen in der Daseinsvorsorge wie Mobilität, Versorgung, Erreichbarkeit und Landlogistik besser bewältigen zu können. mehr...


Was bisher passierte: